Video 26.06.2008 : "Living History" mit Maria Schaumayer

Monika Dajc: Mutig, blitzgescheit, liebenswürdig, selbstlos, die Grand Dame der Zweiten Republik, stets korrekt, uneitel, diszipliniert, eine moralische Autorität. Was ich besonders interessant finde, ist auch in schwierigen Situationen bereit, sich in die Lage ihres Gegenübers zu versetzten. Liebe Frau Doktor, haben Sie vielleicht irgendwo kleine Schwächen, die Sie uns noch sympathischer machen ?

Maria Schaumayer: Ich bin permanent errötet, danke Frau Minister, danke Frau Dajc für die Einbegleitung. Der Scheinwerfer wäre wirklich gut, wenn er weg wäre. Ich habe eine Menge Schwächen, ich bin fürchterlich ungeduldig. Ich rauche seit über sechs Jahrzehnten, bin also bekennende Raucherin, sage natürlich, dass das eine staatstragende Tätigkeit ist, denn das österreichische Budget, ohne Tabaksteuereinnahmen, möchte ich nicht kennen lernen, das würde alle möglichen Einschränkungen nach sich ziehen. Was bin ich noch ? Ja, also ich glaube, ich habe eine Menge sichtbare und unsichtbare Mängel.

Dajc: Wunderbar, aber zum Rauchen gibt es ja noch eine besondere Geschichte, der Beginn des Rauchens ist ja eigentlich eine sehr tragische.

Schaumayer: Na ja, tragisch, der Beginn des Rauchens ist schlicht und einfach Hunger, im Jahr 1945. Heimat damals, oh Steiermark, umkämpft in den letzten Kriegswochen, Frau LH Klasnic weiß wovon ich rede, auch wenn du damals überhaupt noch nicht geboren warst, aber bald. Und eine Flucht vor den näherrückenden sowjetischen Truppen in der Karwoche 1945 nach Mariazell, weil wo wir wirklich hinwollten, konnten wir nicht mehr. Und wir sind dann in Mariazell gelandet und dort sind ein paar Tage vor Kriegsende die Lager der deutschen Wehrmacht geöffnet worden, nicht für Plünderung, sondern legal für die Bevölkerung. Und die Bevölkerung von Mariazell hat sich also auf Gries, Ei, Zucker, Marmelade und so weiter gestürzt. Ich hingegen hab mir einen Leiterwagen organisiert und habe geschaut, was ist noch da und ich kam zu Tabakballen, nachdem natürlich alle frommen Mariazellerinnen unbeachtet gelassen und ich habe meinen Leiterwagen mit Tabakballen angefüllt, und einige dieser Tabakballen habe ich am Rücken tragend, also im Rucksack, fasst zu Fuß von Mariazell nach Fürstenfeld gebracht und das war gut so. Fürstenfeld, Kriegsgebiet, alle Äcker zerstört, das Vieh erschossen, verendet, kontaminierte Böden etc., mit einem Wort: es war Hunger angesagt. Und da haben wir den Tabak gehabt und bevor ich draufkam, dass er ein gutes Handelsgut ist, habe ich es natürlich auch selber probiert, meinen Hunger mit Tabak zu stillen und das ist auch geschehen. Meine Mutter war klug, hat es nicht verboten, hat gesagt: „Sei maßvoll.“ Maßvoll ist sowieso gut im Leben, aber es geht nicht immer. Und so war eigentlich der Grundstein gelegt für ein Leben mit Nikotin.

Dajc: Frau Doktor, lange vor der großen, geistigen Beschleunigung durch Internet und Suchmaschinen, haben Sie in kürzester Zeit und mit großen Erfolg zwei Studien absolviert. Sie waren, man glaubt es kaum, erfolgreiche Managerin ohne Laptop, ohne Handy. Wie war denn das eigentlich möglich ?

Schaumayer: Ein glückliches Leben. Im Studium haben wir überhaupt nicht dran gedacht, da waren wir schon froh, 1949 – 1952 Welthandel, 1952 – 1954 Universität Innsbruck, Wirtschaftswissenschaften an der, damals juridischen Fakultät reichsdeutsche Studienordnung noch, da war man froh, wenn man Skripten gefunden hat, und Lehrbücher gefunden hat, also alles andere war lächerlich, man hat aber auch noch gut gesehen, das hilft einem schon. Dann schritt die Entwicklung fort und ich war sehr froh, als es Telefon gab, wo man nicht mehr kurbeln musste und übers Amt gehen. Ich war noch froher in der Wirtschaft, als es Faxgeräte gab. Ich war ganz froh über Schreibcomputer, weil damit das ändern oder adaptieren von Verträgen, die man früher von Anfang an wieder tippen lassen musste und bei meinem Misstrauen gegenüber Tippfehlerteufeln, hab ich natürlich dann wieder das Veränderte wieder von A-Z gelesen; hat sich bei einer Bilanz einmal bewährt, dass ich über einen Fehler gefunden habe, über den alle großzügig hinwegsahen, wäre sehr blamabel und blöd gewesen. Also das war ein echter Fortschritt. Beim Handy hab ich einen Snobismus entwickelt, das Handy habe ich zwar gehabt, natürlich. Auch einen Mitarbeiter, der ohne dieses nicht hätte leben können, er ist im Saal. Aber mein Snobismus bestand darin, dass ich es beim Chauffeur im Wagen lies, und dann ist halt der Chauffeur, wenn es kritisch war, damit gekommen. Und das hat auch genügt. Und es haben auch ganz primitive Hilfsmittel genügt um zu Ergebnissen zu kommen. 1967, da war ich amtführende Stadträtin in Wien für die städtischen Unternehmungen: Strom, Gas, Verkehr, Landwirtschaftsbetrieb, Bestattung etc., haben wir Erdgasverhandlungen mit der Sowjetunion geführt, der erste Europäische Erdgasvertrag für 25 Jahre abzuschließen gewesen. Hat auch auf Punkt und Beistrichgehalten. Und die ÖMV, zu der ich damals zu einem distancierten Verhältnis war, weil wir sie für übermäßige Profiteure, gegenüber den echten Gasverteilern ansahen. Hat also nach unserem empfinden nicht so ideal verhandelt und es galt eine Entscheidung zu treffen, und ich war gerade Schifahren in Hofgastein auf der Schlossalm, als Generaldirektor Reisinger, Stadtwerke, mich suchte, weil er eine Entscheidung relativ dringend, also dringend hat damals geheißen: wenn es geht noch heute, herrliche Zeiten, notwendig war. Und da ist die Alpingendarmerie ausgerückt, mit Feldtelefon und Ski und hat mich auf der Piste gesucht und auch gefunden, und ich bin sogar mit diesen Kasteln zurecht gekommen und ich hab ein bisschen nachdenken müssen, was wir machen und hatte dann eine Idee und diese Idee wurde in den Vertrag aufgenommen. Also es ist auch so gegangen. Es war der große Vorteil, dass man etwas mehr Zeit, nicht gerade am Schihang, ein bisschen mehr Zeit zum Nachdenken hatte, denn das Handy und alles was zur Beschleunigung unserer Tätigkeit und unseres Lebens führt, verhindert, dass man oft über Zusammenhänge, Auswirkungen, Folgewirkungen wirklich nachdenken kann, außer man hat die Härte und sagt: „Heute nicht, ich melde mich morgen.“. Und das ist der Sache meistens gut bekommen.

Dajc: Frau Doktor, nehme ich nur Ihr Dissertationsthema „Moderne Marktforschung und Marktwerbung im Export“, dann waren Sie gedanklich Ihrer Zeit ja immer sehr weit voraus. Nur Ihr beruflicher Start fiel in die 50er Jahre, die ja bei Gott nicht leicht waren. Was hat das damals konkret bedeutet für eine junge Frau, sich durchzusetzen, mit welchen Problemen waren sie da konfrontiert ?

Schaumayer: Man war mit den allgemeinen Problemen des Mangels, der Knappheit, der Lebensmittelmarken, manchmal Marken, aber keine Lebensmittel konfrontiert, ich bin also im Studium wirklich noch mit Buttermarken gekommen. Und Zigarettenmarken, also Marken für den Bezug von Zigaretten. Die weibliche Tangente hat vielleicht unmittelbar nach dem Krieg keine große Rolle gespielt, würde ich sagen, denn es waren sehr viele Männer, entweder noch im Krieg oder noch nicht entnazifiziert, darf ich das so ungeschminkt sagen. Und während der Kriegsjahre ist ohne, dass deshalb Gedenktafeln errichtet wurden, ja eigentlich die Wirtschaft von Frauen in Gang gehalten worden. Also unmittelbar danach war es überhaupt nicht kritisch, denn das Erscheinungsbild der Gesellschaft war dominant weiblich. Sowohl im geschäftlichen, im Lehrberuf sowieso und auch an den Universitäten, war gar kein so kleiner Anteil an Frauen. Zumindest in Wien, in Innsbruck war es anders, da dominierten die deutschen Studenten und wenn man am Abend in der Maria-Theresien-Straße gegangen ist und es waren zwölf Porsche und ein Fahrrad vor einem Gebäude geparkt, dann wusste man, ein österreichischer Professor hält ein Seminar für zwölf Deutsche. Einer dieser Deutschen, die ich noch erlebt habe draußen, aber allerdings meist im Maria-Theresien Keller, weniger in der Uni, war Franz Josef Strauß. Aber wir haben keine weiblichen Schwierigkeiten gehabt, die kamen dann, als die Kriegsheimkehrer in den Beruf zurückkamen, es keine Altersgrenzen gab, wenn ich schon den Schritt in die CA, in mein Bankleben mache in den späten 50er Jahren. Da haben wir uns gedacht: „Um Gottes Willen, jetzt ist der Prokurist erst vom Krieg heimgekommen, der wird ja nie in Pension gehen, wo ist unser Aufstieg ?“. Und wenn man 24, 25, 26, 27 Jahre ist, denkt man sich: „Naja es muss ja schon heute sein, spätestens morgen“. Und da kamen dann schon Schwierigkeiten und in den 60er Jahren, als meine, war eh schon ganz schön auf der Karriereschiene in der CA, aber irgendwie hat mich dann die Ungeduld überfallen und ich schritt zu Direktor Trittenwein, Gott habe ihn selig, er war für Organisation und alles Grobe im Haus zuständig, und fragte ihn, wann ich Prokura bekommen werde. Da hat er mich angeschaut, von oben bis unten, er war auch nicht schön, und hat gesagt: „Wenn überhaupt in 10 Jahren“. „Aha“ hab ich gesagt „das ist aber lang“.Und das war das Jahr 1964, dieses Gespräch, wo ich mir gedacht habe, jetzt muss ich mich umorientieren, ich war 33, umorientieren, kam der völlig unvermutete Antrag der Wiener ÖVP auf die Gemeinderatsliste zu gehen. Da hab ich mir gedacht, geh ich halt, bin im Alphabet eh ziemlich weit hinten. Und habe aber gleich dazu gesagt, ich geh gerne auf die Liste um meinen ordentlichen Namen, ich hab geglaubt ich bin schon was, darzustellen, aber natürlich an ein Mandat denke ich nicht. Dann gab es die innerparteiliche Demokratie und es wurde abgestimmt, damals noch im Bezirksbereichen. Und der erste vor mir wurde gestrichen, den haben alle gekannt. Der zweite vor mir wurde gestrichen, den haben auch alle gekannt. Und dann kam ich, mich hat niemand gekannt, mich haben sie gewählt. Und so begann mein politisches Leben, das damals ja durchaus vereinbar war oder schien, mit einer Berufskarriere, Bank und einem Landtagsmandat, Gemeinderatsmandat, dass damals nicht tagfüllend war und auch heute nicht tagfüllend ist und das sollten auch alle, die sich mit Reformen in den Gebietskörperschaften beschäftigen bedenken, wäre gut.

Dajc: Wir haben es schon erwähnt, Sie waren Kommunalpolitikerin, Managerin, weltweit erste Präsidentin einer Notenbank, eine Regierungsbeauftragte für die Entschädigung von Zwangsarbeitern. Ich weiß schon, man kann nicht vergleichen, aber welche dieser Tätigkeiten war Ihnen die wichtigste ? Oder sagen wir es anders, auf welchen Beitrag, den Sie geleistet haben, sind Sie besonders Stolz ?

Schaumayer: Stolz glaub ich, bin ich überhaupt nicht. Ich bin dankbar, dass ich in eine Zeit hineingeboren worden bin und hineingestellt wurde von Menschen, die mir vertrauten und die mir was zutrauten, sodass ich mit Hilfe vieler etwas bewirken konnte. Ich bin, wenn ich Staatssekretär Dr. Winkler anschaue und auch Dich, liebe Frau Bundesminister und Dich, lieber Dr. Schüssel wirklich dankbar, dass ich das dunkle Kapitel „Sklaven und Zwangsarbeiter“ aufarbeiten durfte, ehrenamtlich, muss man heute schon dazu sagen. Ich bin dankbar, dass es im Konsens mit allen im Parlament vertretenen Parteien geschehen konnte. Auch das finde ich hat unserem Land ein gutes Zeugnis ausgestellt und vor allem auch der Führungskraft von Dir, lieber Dr. Schüssel und Riess-Passer sage ich noch dazu. Und humanitär war das einfach die Herausforderung, eine Leistung, die in einem Gebiet, wo ich immer gesagt habe, Arzt kann ich nicht werden, weil ich kein Blut, kein fremdes sehen kann, Diplomat kann ich nicht werden, weil ich die Wahrheit nicht unterdrücken kann, blödes Gerede, Jugendäußerungen. Mit dem Völkerrecht habe ich bei Schnitzer gelernt in Innsbruck, aber da habe ich bei der Jugoslawienkrise, die Skripten heruntergeholt aus dem Arbeitszimmer ganz oben, bin also wirklich draufgekommen: „Wie waren die Erfordernisse eines Staates bei der Staatswerdung?“. Humanitär die größte Befriedigung, etwas zur Linderung menschlichen Leides, zu einer Befriedung, zu einer Versöhnung, beigetragen zu haben.

Dajc: Bleiben wir vielleicht noch bei diesem Punkt, Frau Doktor, Sie haben sich sehr stark engagiert bei Österreichs EU-Beitritt, Sie haben Vorträge gehalten, haben Leserbriefe beantwortet, darüber hinaus haben Sie als Präsidentin der Nationalbank ganz wesentliche Vorbereitungen dafür getroffen, dass unser Land möglichst früh EURO-fit wurde. Stimmt Sie das irgendwie traurig, wenn jetzt so viele Österreicher skeptisch, missmutige Europäer sind? Unsere Mitgliedschaft in die EU ist eine Erfolgsgeschichte und dann die Mehrheit, die irgendwo sagt: „Gefällt mir nicht so.“.

Schaumayer: Der Mehrheit wird das glaube ich eingeredet, dass es ihr nicht gefällt, und daher schmerzt es mich, denn wir haben uns redlich bemüht Information und das war eine großartige Aktion 1994, vor dem Referendum, vor der Volksabstimmung über dem EU-Beitritt in Österreich bekanntlich, oder vielleicht darf man es den Jüngeren wieder in Erinnerung rufen, fast zweidrittel Ja und Trichet, damals Gouverneur der Banque de France hat mich sofort geküsst, als ich in Basel aus dem Flugzeug stieg, mit dieser Freudenmeldung über das österreichische Abstimmungsverhältnis in der Tasche. Wir haben Politik und das ist das bleibende Verdienst vom Kanzler Dr. Vranitzky in meinen Augen, dass er erstens den Namen seiner Partei adaptiert und aktualisiert hat (Parteitagsbeschluss, damals sind ja die Beschlüsse noch korrekt gefallen). Und dass er zweitens, und dass er zweitens die Europaskepsis in der Sozialistischen Partei, und ich verwende den damals noch gültigen Ausdruck „bekämpft“ hat, dann sogar mit einem Überschlag, dass die SPÖ plötzlich, lieber Alois Mock, die Europapartei gewesen ist, aber es macht nichts, es sollte etwas zurückbleiben davon. Und es hat auch damals zweifellos eine Courage bei Vranitzky und seinem Team gebraucht diese Schritte zu setzen. ÖVP war eigentlich immer weltoffener, europaoffener würde ich sagen, nicht unkritisch, weil wir haben auch Greisler und Kleingewerbetreibende, die sich ängstigen, als angesehene Mitglieder in unseren Reihen gehabt und haben sie auch heute noch. Notwendig ist der politische Wille, vertreten von starken Persönlichkeiten. Und meine Vorstellung ist, im Augenblick ist ja Management by Chaos - hier und anderen Orts- wenn es wieder überschaubare Verhältnisse gibt, dass wir doch um Gottes Willen wieder eine gemeinsame Anstrengung, Regierung, Sozialpartner, Unternehmen machen, um die Dinge zurechtzurücken, zu sagen, was würden wir verlieren, wenn wir nicht EU-Mitglied geworden wären, was würden wir verlieren, wenn wir heute unsere Mitgliedschaft leichtfertig, unansehnlich machen. Konkreter Schaden für viele Menschen. Listen kann ich anlegen, was es bedeuten würde...
Ich möchte, dass wir diesen Erfolgsweg der Zweiten Republik, Österreich in Europa weitergehen, und dass wir uns nicht einreden lassen , dass wir preisgegeben sind irgendwelchen externen Mächten, die wir nicht beeinflussen können, sondern dass wir uns bewusst sind, dass wir mitgestalten. Mitgestalten können, aber auch mitgestalten müssen, verantwortlich, denn ich glaube, das ist die einzige Rechtfertigung heute für den politischen Willen. Dass er sich klar und unmissverständlich mit Zielen manifestiert und den Bürgern diese Ziele erklärt.

Dajc: Wofür haben sie Ihren ersten Euro ausgegeben, den sie in der Hand hatten?

Schaumayer:Meinen ersten Euro, am Neujahrstag? Ich geniere mich: für einen gespritzten Apfelsaft.
Aber ich bin ganz in der Früh schon - Herr Gouverneur Dr. Liebscher weiß es - ich hab es ihm glaub ich einmal erzählt, ich bin schon ganz früh zum Bankomat geschlichen, um zu schauen ob es wirklich klappt. Als ob es mich noch was angegangen wäre. Aber es war mir eine Riesengenugtuung, dass es geklappt hat. Und dann kam der Apfelsaft.

Dajc: Hätten sie sich beschwert, wenn nichts drinnen gewesen wäre?

Schaumayer: Na beschwert, ich hätte meinen Freund Liebscher angerufen, weil Chefs und Chefinnen erfahren ja nur durch Freunde und Verwandte wo die Mängel sind. Weil die untergebenen Mitarbeiter werden es ihnen nicht melden. Die hoffen sie heimlich beheben zu können, die Mängel. Also ich war immer dankbar, wenn mir jemand gesagt hat, „Du, an Deinem Telefon ist das und jenes zu bekritteln.“ Oder? Lasst sich alles ändern.

Dajc: Gibt’s noch fragen?

Publikum: Frau Präsidentin, können sie uns Jungdiplomaten noch was mitgeben, genau, ein Berufsbild? Ist für sie Diplomatie ein Berufsbild für die Zukunft und wenn ja welcher: Fortsetzung der Bürokratie nach außen oder eine Sendung die eher dem Priester oder dem Arzt ähnlich ist?

Schaumayer: Also ich glaube beide Extreme kommen nicht unmittelbar vor mein geistiges Auge. Für mich ist das Berufsbild des modernen Diplomaten, das des Dolmetschers, des Verständlichmachens von getroffenen Entscheidungen oder zu treffenden Entscheidungen oder zu treffenden Entscheidungen auf der einen Seite und auf der anderen Seite im Anschluss an das was ich an die Jugend sagte: Ich glaube wirklich, dass ein guter Teil der Gestaltung, der zukünftigen Gestaltung der Institutionen des praktischen Vorgehens in diplomatischen Händen liegen wird. Daher mein Hinweis auf gute Rechtsgrundlagen die man modulmäßig kreativ verwerten kann.

 

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